Denkmal in Mönkloh

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“ (August Bebel 1840-1913)

 

Im Laufe des Jahres 2025 hat die Gemeinde Mönkloh die Gestaltung des Denkmales erneuert. Dies hatte zwei Gründe: Zum einen sollte die Anonymität durchbrochen werden. Wer waren eigentlich die Männer, derer wir gedenken? Wo haben sie gelebt? Was haben sie hinterlassen? Die Erinnerung verblasst – und dabei sind wir doch so ein kleines Dorf. Den Namen sollte ein Gesicht geben werden.

Zum anderen ist es unsere Absicht, einen aktuellen Bezug zum Denkmal herzustellen, nämlich die Idee des Gedenkens in die Gegenwart und in die Zukunft zu transferieren. 

Zum Gedenken an alle Opfer von Krieg und Gewalt. 

Und wir haben eine Bank aufgestellt, die „Bank der Begegnung“. Frieden schaffen und Frieden erhalten durch Begegnung. 

 

Gemeinde Mönkloh

Ehrenmal vor 1975

So präsentierte sich das Denkmal etwa Mitte der 70er Jahre. In dieser Zeit wurde das benachbarte Feuerwehrgerätehaus neu errichtet. 

Ehrenmal im Juni 2024
Gedenkstein
Ehrenmal im Juni 2024

Die Rhododendren bildeten stets einen prächtigen Hintergrund für das Denkmal. Allerdings begann die Natur, sich das Grundstück zurückzuholen…

Ehrenmal im Juni 2024
Ehrenmal im Juni2024
Ehrenmal im März 2025
Ehrenmal im März 2025

Im März 2025 wurden die Rhododendren fachmännisch heruntergeschnitten. Lange Jahre hatte eine Eisenkette das Denkmal als Zaun umrandet.

Auch in anderen Gemeinden waren bei den Ehrenmälern Eisenketten mitverbaut worden. Historiker sehen die Symbolik: „Die Eisenkette war eine bildliche Darstellung der Bedingungen, die Deutschland nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg auferlegt wurden. Sie verkörperte die als demütigend und unfreiwillig empfundenen Verpflichtungen aus dem Versailler Vertrag von 1919“, vgl. https://www.denk-mal-gegen-krieg.de/kriegerdenkmaeler/schleswig-holstein-h/.

Für Mönkloh trifft diese Interpretation jedoch nicht zu, der Grund ist profan. Im Nachbarort Weddelbrook lebte jemand, der in Hamburg bei einem Schiffsausrüster tätig war. So kam die massive Ankerkette zum Einsatz. 

Foto GedenkCollage

Diese Foto-Gedenk-Collage, auf schwarzem Tonpapier verklebt vermutlich aus den 50er Jahren, wurde im feuchten Keller des Dorfhauses entdeckt. Die Collage soll dort früher im Schankraum gehangen haben -  als es noch die „Gaststätte Zum Forst“ war.